Neue Studie: Deutsche Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Geschäftserfolg und Gesetzestreue

Wenn Unternehmen im Ausland Geschäfte machen wollen, brauchen sie kulturelles Fingerspitzengefühl. Heikler wird es, wenn sie auf lokale Gegebenheiten stoßen, die mit deutschem Recht in Konflikt stehen. Unsere aktuelle Studie zeigt: Für eine Mehrheit der Unternehmen ist der wirtschaftliche Erfolg wichtiger als Compliance.

Es sind bewegte Zeiten für deutsche Unternehmen: der Brexit, die Handelspolitik von Präsident Trump, neue Player auf dem Weltmarkt. Angesichts dieser Entwicklungen wagen Unternehmen den Blick über den Tellerrand und halten Ausschau nach Möglichkeiten, ihr Geschäft weiterzuentwickeln. Sie wollen in neue Märkte expandieren, um bessere Konditionen für ihren Einkauf und neue Absatzchancen zu sichern. In Deutschland planen drei von vier Unternehmen ihr Auslandsgeschäft auszubauen. Das ergab unsere aktuelle Umfrage unter Entscheidern deutscher Unternehmen.

Unternehmen kennen rechtliche Risiken, sorgen aber nicht ausreichend für Compliance

Doch die Expansion ins Ausland birgt Risiken, nicht zuletzt rechtliche. Bewusst ist das vielen: Knapp 70 Prozent aller Befragten sehen sich mit juristischen Herausforderungen konfrontiert. Laut Umfrage haben vier von fünf Unternehmen aus diesem Grund Regeln für internationale Geschäftsbeziehungen festgelegt. In der Theorie klingt das gut. Doch in der Praxis hapert es mit der Umsetzung. Nur jeder zweite Betrieb (57 Prozent) kontrolliert, ob sich die Mitarbeiter auch an diese Vorschriften halten. Das bedeutet, dass gut die Hälfte der Unternehmen sträflich vernachlässigen, was im Ausland unter ihrem Namen passiert. Eine Nachlässigkeit, die Unternehmen im Ernstfall teuer zu stehen kommt: Bei Verstößen drohen nicht nur Reputationsschäden und Geldstrafen, sondern in schweren Fällen der Entzug von Betriebslizenzen.

Trotz der drohenden Strafen tun sich Unternehmen bei der Compliance-Kontrolle schwer. Das liegt unter anderem daran, dass eine Vielzahl an nationalen und internationalen Gesetzen beachtet werden muss. Hier den Überblick zu behalten, fällt nicht leicht. Es kann durchaus vorkommen, dass Mitarbeitern gar nicht bewusst ist, dass sie sich gesetzeswidrig verhalten. Teilweise fehlt ihnen aber auch schlicht das Risikobewusstsein. Sie verlassen sich darauf, dass „schon nichts passieren wird.“ Manche Compliance-Verstöße werden von Unternehmen aber auch bewusst in Kauf genommen. Für mehr als die Hälfte der Befragten ist ein Geschäftserfolg untrennbar damit verbunden, sich an lokale Gegebenheiten anzupassen – auch dann, wenn diese gegen deutsches Recht verstoßen. 37 Prozent der Unternehmen geben sogar zu, dass Schmiergelder oder kleine Gefälligkeiten zu einem Geschäftsabschluss im Ausland dazugehören können. Besonders betroffen ist davon der Einkauf. Hier wird häufig die Beziehungspflege mit ausländischen Lieferanten über Transparenz und Regeleinhaltung gestellt: 67 Prozent Befragten wählen auch mal ein teureres oder weniger transparentes Angebot, um einen Geschäftspartner bei Laune zu halten.

Mit diesem Vorgehen verstoßen Firmen jedoch gegen Antikorruptionsrichtlinien. Schon ein vermeintlich unbedeutendes Fehlverhalten eines Mitarbeiters im Ausland kann eine Kettenreaktion auslösen – mit Auswirkungen auf das Geschäft hierzulande. Durch die internationalen Verflechtungen und länderübergreifend gültigen Gesetze, können auch zu Hause unangenehme Ermittlungen oder Sanktionen ins Haus stehen. Um sich abzusichern und ihren Ruf zu schützen, sollten Unternehmen also unbedingt darauf achten, dass alle Geschäfte legal und juristisch sauber ablaufen. Das gilt umso mehr, je wichtiger das Auslandsgeschäft für ein Unternehmen ist. Realistisch betrachtet, lässt sich zwar nicht jeder Regelverstoß verhindern. Wenn Unternehmen aber frühzeitig über problematische Vorgänge Bescheid wissen, können sie im Ernstfall schnell reagieren und mit den Behörden kooperieren.

Compliance im Ausland lässt sich auf vielen Wegen unterwandern

Doch wie kommt man Compliance-Verstößen am besten auf die Schliche? Ein Problem besteht darin, dass Informationen zu illegalen Absprachen oder halbseidenen Geschäften auf vielfältige Weise ausgetauscht werden. Am häufigsten werden laut unseren Umfrageergebnissen E-Mails und das Telefon genutzt (93 und 82 Prozent). Aber auch Social Media kommt immer mehr zum Einsatz: Rund ein Drittel (32 Prozent) kommunizieren über Chat- und Messenger-Dienste wie WhatsApp, Skype, Telegram oder ähnliche Angebote mit ausländischen Partnern. Hinzu kommen Business-Netzwerke wie LinkedIn oder XING (24 Prozent). Auch persönliche Treffen sind natürlich nach wie vor Teil der Kommunikation. Um zu überprüfen, ob alle Compliance-Richtlinien eingehalten werden, gilt also: Audits, ob präventiv oder reaktiv, sollten für ein umfassendes Bild möglichst all diese Kanäle einbeziehen.

„Die Komplexität grenzüberschreitender Untersuchungen ist sehr hoch, da nationale Gesetze ebenso wie lokale Gepflogenheiten im Geschäftsverkehr beachtet werden müssen“, erklärt Dr. Christian Schefold LLM, Compliance-Experte bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Dentons. „Hinzu kommt, dass die Datenmenge in Unternehmen exponentiell ansteigt und eine Vielzahl unterschiedlicher Kanäle bei einer Untersuchung berücksichtigt werden müssen. Um alle Daten zu sammeln, zu sichten und für eine Untersuchung aufzubereiten, bedienen sich Unternehmen Ediscovery-Lösungen. Diese helfen mittels künstlicher Intelligenz den Projektjuristen dabei, den Fall schnell und kostengünstig zu bearbeiten.“

 

9. GWB-Novelle verankert E-Discovery in deutschem Recht

Umsetzung der europäischen Schadenersatzrichtlinie in nationales Recht verändert deutsches Prozessrecht grundlegend.

Mit dem neunten Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen setzte der Gesetzgeber die  EU-Richtlinie zum Kartellschadenersatz in Deutschland um.  Wesentliche Inhalte dieser Neuregelung sind die Anpassung des Kartellrechts an die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft sowie die Vereinfachung von Schadenersatzklagen.

Damit wird Schadenersatzansprüchen deutlich mehr Bedeutung beigemessen als bisher, die Ahndung der Kartellanten und damit auch drohende Bußgelder rücken unter diesem Gesichtspunkt etwas in den Hintergrund. Kartellopfer, aber auch Beklagte, haben in Zukunft Anrecht auf die Offenlegung von  – meist digitalen – Beweismitteln. Hier besteht eine klare Auskunftspflicht.

Zu vergleichen ist dieser Prozess mit der im angloamerikanischen Rechtsraum fest verankerten Ediscovery (in UK: Edisclosure), bei der der Gegenseite vor dem eigentlichen Gerichts- oder Schiedsverfahren alle fallrelevanten Informationen in einer „pre-trial discovery“ offengelegt werden müssen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (Predictive Coding) hilft hierbei den Parteien, relevante Dokumente schnell zur Verfügung zu haben und personenbezogene Daten auszuklammern.

Das neue Gesetz soll den Geschädigten helfen, Schadenersatzansprüche effektiv durchsetzen zu können. Nach der herkömmlichen Praxis war es meist äußerst schwierig nachzuvollziehen, welcher Schaden den betroffenen Unternehmen wirklich durch die Preisabsprachen entstanden war. Da es sich teilweise um Summen in Millionenhöhe handelt, können die Kartellanten Ediscovery zur Verteidigung gegen diese Ansprüche einsetzen. Durch die Offenlegung aller relevanten Dokumente durch den Kläger kann schnell beurteilt werden, ob die Berechnung des vermeintlich entstandenen Schadens akkurat durchgeführt wurde.

Bisher ist in Deutschland noch kein Fall einer derartigen Klage bekannt. Die Chancen, die sich durch die Neuregelung für Kartellopfer ergeben,  könnten dies jedoch bald ändern.

Wenn Sie Fragen zur Vorgehensweise bei einer Ediscovery haben oder gerne mehr wissen möchten, stehen wir gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

 

Germany: The Hub of European Ediscovery Technik

'Ediscovery in Deutschland

An dieser Stelle teilen wir einen Beitrag unserer US-amerikanischen Kollegin. Sie beschreibt die Einsatzgebiete von Ediscovery in Deutschland. Denn wenn Unternehmen oder Anwaltskanzleien hierzulande eine Ediscovery durchführen, handelt es sich nicht automatisch um einen Fall grenzüberschreitende Rechtsstreitigkeiten.

Ediscovery Technik made in Germany

Anders als in Großbritannien und den angloamerikanischen Ländern,  wird  dieses Verfahren in Deutschland zunehmend  für Compliance-Prüfungen,  bei Verdacht auf Preisabsprachen, bei anstehenden M&As (sowohl für die Due Diligence als auch bei der Post Merger Integration) wie auch bei internen Untersuchungen eingesetzt. Durch das Zusammenwirken von Mensch und künstlicher Intelligenz können diese Fälle schnell und effizient bearbeitet werden.

Lesen Sie in dem Beitrag , was Ediscovery in Deutschland so einzigartig macht. http://www.theediscoveryblog.com/2017/05/01/germany-hub-european-ediscovery-technik/

 

 

 

 

 

 

 

Was Computer Forensik-Experten meinen, wenn sie über Datenlöschung sprechen

Sichere Datenlöschung ist ein Muss

Als Computer Forensik-Spezialisten werden wir oft nach gelöschten Daten gefragt. Ist etwas wirklich gelöscht? Können gelöschte Daten wiederhergestellt werden? Was machen wir mit alten Laptops? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir erst kürzlich wieder einmal ein  Experiment gemacht. Diesmal in England. Das Ergebnis zeigt klar, dass beim Umgang mit sensiblen Daten von Firmen und Privatpersonen noch viel gelernt werden muss. Auch wenn es sich um Geräte handelt, die bereits ausrangiert wurden. Oder vielleicht gerade dann….?

Das Projekts „Gumtree“

Bewaffnet mit nur £ 20, antworteten wir auf eine Anzeige auf Community-Verkaufsportal, Kijiji und kauften vier scheinbar saubere Festplatten von einem  Verkäufer, der sie als „aus alten privaten Laptops“ deklariert hatte. Nach Zahlung und Abholung überreichten wir die Festplatten an unser Computer Forensik Team. Der erste Schritt einer forensischen Untersuchung ist ein Verfahren namens ‘Imaging’. Forensisches Imaging bedeutet die Erstellung eines exakten 1:1 Abbildes der zu untersuchenden Festplatte. Hier können jetzt Untersuchungen durchgeführt werden ohne die ursprünglichen Daten auf der Festplatte zu gefährden oder zu manipulieren. Sobald wir die Gumtree-Laufwerke abgebildet hatten, konnte die eigentliche Untersuchung beginnen. Bei der ersten Inspektion schienen drei der Festplatten leer zu sein, wie vom Verkäufer versprochen. Die vierte zeigte einfach das Windows-Installationsmenü. Für einen durchschnittlichen PC-Nutzer wäre der Schutz der Privatsphäre des ehemaligen Eigentümers also  geschützt gewesen. Aber die erste Regel der Forensik lautet: „Gelöscht bedeutet nicht immer gelöscht“. Deshalb haben wir versucht, Daten aus den scheinbar leeren Datenträgern zu extrahieren.

Mit Computer Forensik ans Licht gebracht

Sobald wir das Image genau untersucht haben, haben wir eine unglaubliche Menge an Informationen aufgedeckt. Untenstehend ein Überblick über das, was wir auf den einzelnen  Datenträgern gefunden haben:

Daten, die von Disk 1 wiederhergestellt wurden

  • 1400 PDFs
  • 500 Excel-Dateien
  • 200 Word Dokumente
  • 8 Powerpoint-Präsentationen
  • 40.000 Bilddateien

Obwohl der Verkäufer ursprünglich die Platten aus Privatrechnern beschrieben hatte, ließen die wiederhergestellten Informationen einen anderen Schluss zu: Ausgaben von  mehr als £ 120.000 für  Dachlampen und £ 170.000 für die Installation von Brückenverkleidungen sowie weitere Rechnungen über Zehntausende von Pfund sowie einen Cache von Fremdsprachendokumenten, deuten eher darauf hin, dass die Festplatte nicht im privaten Kontext verwendet wurde.

Daten, die von Disk 2 wiederhergestellt wurden

Das Image von Platte 2 wies  eine sichtbare Basisfensterinstallation auf, aber sonst nichts. Allerdings konnten wir noch einmal viele Daten wiederherstellen, von denen die meisten aus vertraulichen Dokumenten aus dem internen File-Sharing-System Sharepoint stammten. Dateien, die auf Sharepoint gespeichert werden, sind nur zum Ansehen gedacht und sollten eigentlich nicht auf dem Laptop gespeichert werden – was ein weiteres Indiz dafür wäre, dass der Verkäufer der Laufwerke sie vielleicht über zweifelhafte Wege erhalten hatte.

Daten, die von Disk 3 wiederhergestellt wurden

Disk 3 lieferte auch einige interessante Daten. Wir fanden 3.800 Google-Suchbegriffe, die einen großen Einblick in das Leben des Vorbesitzers lieferten. Zum Beispiel sahen wir, dass der Besitzer nach Patisserie Valerie Bäckereien gesucht hatte, gefolgt von einer Suche nach Turnhallen in einem bestimmten Gebiet. Besonders faszinierend und vielleicht beunruhigend, verborgen unter den alltäglichen Arbeitsdokumenten war eine Fülle von Dateien, die sich auf Philosophie und Okkultismus bezogen.

Daten, die von Disk 4 wiederhergestellt wurden

Von allen Daten, die von den Laufwerken wiederhergestellt wurden, enthielt Disk 4 die empfindlichsten Informationen. Leider hat unser hauseigener Berater geraten, dass wir nicht auf  die Inhalte der Festplatte  eingehen sollten, da sie Daten enthalten, die sich auf die britische Regierung sowie auf CCTV-Aufnahmen beziehen. Am Ende des Tests war klar, dass die Festplatten nicht von privaten Computern stammen konnten. Insgesamt haben wir rund 10.000 offizielle Dokumente gefunden und es scheint, dass sie aus der gleichen Regierungsabteilung kommen. KrolLDiscovery hat bereits Schritte eingeleitet, die Daten an die involvierte Abteilung zurückzugeben, damit dort eigene Untersuchungen eingeleitet werden können.

Wie man Daten sicher löscht

In Fachkreisen wird viel darüber diskutiert, wann elektronische Informationen wirklich unwiederbringlich gelöscht sind. Es gibt einige exakt definierte Methoden, die unter anderem bei Regierungsbehörden oder Militär Anwendung finden.  Hierzu gehören z.B. das einfache oder mehrfache Überschreiben mit Nullen, mit Einsen und/oder Zufallswerten.

Löschen Unternehmen oder Privatpersonen Daten, können gelöscht geglaubte Dateien, wie Fotos oder Dokumente von Datenrettern häufig ganz oder teilweise wieder hergestellt werden. Dies kann fatale Folgen haben, wenn diese Datenträger in die falschen Hände geraten.

Daher sollte die sichere Datenlöschung im Rahmen der Retention Policy eines Unternehmens am Ende des Lebenszyklus eines Datenträgers bzw. bei Rückgabe geleaster Geräte stehen. (Denn auch in Kopierern sind Festplatten, die sämtliche kopierte Dokumente gespeichert haben.)

Sicher Löschen kann man entweder per Hardware, dem sogenannten Degausser, bei dem das Magnetfeld der Platte verändert wird. Damit sind alle Daten unwiederbringlich zerstört.

 

Möchte man die Datenträger erneut einsetzen oder verkaufen, empfiehlt sich der Einsatz einer Softwarelösung, die die Löschvorgänge für jeden einzelnen Datenträger dokumentiert und zertifiziert. So können Sie sicherstellen, dass Ihre sensiblen Daten nicht in die Hände Dritter geraten.

> Mehr zu den Löschmethoden und Computer Forensik.

 

KrolLDiscovery erhält vier Gold Awards beim National Law Journal Best of 2017

“Wir fühlen uns geehrt, in so vielen Service- und Technologiekategorien von den Lesern des National Law Journal zum führenden Ediscovery-Anbieter gewählt worden zu sein.” Chris Weiler, CEO von KrolLDiscovery.

 

Seit sechs Jahren führt das National Law Journal (NLJ) jährlich eine Umfrage durch, bei dem es die Leser bittet, Top-Anbieter im Bereich Legal zu bewerten.

Von Daten, Forschung und Technologie bis hin zu Finanzen, Sachverständigen und Outsourcing-Dienstleistungen, zeigt diese Umfrage die Unternehmen und Einzelpersonen, die als die besten in der Branche gesehen werden. Alles in allem wertet die juristische Gemeinschaft über 4.500 Stimmen aus, um die 2017 Best of The National Law Journal Gewinner zu ermitteln.
Angesichts der Meinungen von tausenden interessierten Lesern und des hohen Ansehens dieser Umfrage, fühlen wir uns geehrt 10 Auszeichnungen bei der diesjährigen Wahl erhalten zu haben –  darunter vier Top-Ehrungen. Namentlich hat KrolLDiscovery den Goldpreis in folgenden Kategorien mit nach Hause genommen:

 

Das Unternehmen hat in den folgenden 4 Kategoerien Silber erhalten:

  • End-to-End Litigation Consulting Firm
  • Technology Assisted Review Ediscovery Solution
  • Data & Technology Management Ediscovery Provider
  • Online Review Platform

 

Die Ehrungen für den 3. Platz beinhalten:

  • End-to-End Ediscovery Provider
  • Case Management Software to Law Firms

 

Wir freuen uns sehr, dass die hervorragende Leistung von LDiscovery und Kroll Ontrack – jetzt KrolLDiscovery – von NLJ Lesern anerkannt wurde.

Erfahren Sie mehr über die innovative Technologie von KrolLDiscovery und seine Dienstleistungen, mit denen wir Sie bei bei Rechtsstreitigkeiten, internen Untersuchungen, Compliance-Angelegenheiten und Datenverlust unterstützen.

LDiscovery und Kroll Ontrack werden KrolLDiscovery

krolLDiscovery_thumbprintONLYKrolLDiscovery heißt die neue gemeinsame Marke von LDiscovery und Kroll Ontrack für Produkte im Bereich Ediscovery und Information Governance. Für uns steht sie für ein starkes Engagement bei der Bereitstellung branchenführender Ediscovery-Technologien und -Services für unsere gemeinsamen Kunden auf der ganzen Welt. Darüber hinaus wurde ein neues Kroll Ontrack Logo für seine Geschäftssparte Datenrettung entwickelt.

„Die Einführung von KrolLDiscovery und des neuen Logos symbolisiert unseren Einsatz, Kunden immer die besten Ediscovery- und Datenrettungslösungen zu bieten“, erklärt Chris Weiler, Chief Executive Officer von KrolLDiscovery. „Die neue Marke und ihre Logos würdigen das technologische Erbe und die Marktstärke von LDiscovery und Kroll Ontrack. Sie vereint die internationale Reichweite und die lokale Expertise der beiden Unternehmen, die entscheidend dazu beitragen die heutigen Herausforderungen an Ediscovery, Information Governance und Datenwiederherstellung zu meistern.“

Die neue Marke für Ediscovery und Computer Forensik und die Marke Kroll Ontrack für Datenwiederherstellung verkörpern gemeinsam 30 Jahre Erfahrung im Geschäft. Neben der Entwicklung innovativer und intelligenter proprietärer Technologien haben wir als KrolLDiscovery besondere viel Erfahrung mit Relativity. Die Lizenzierung, sowie weltweit zertifizierte Fachleute und innovative Anpassungen des Workflows haben uns 2015 und 2016 „Back-to-Back“ Relativity-Innovationspreise eingebracht.

Der Wert strukturierter Daten

Analyse strukturierter Daten

Unstrukturierte Daten wie E-Mails und Dokumente stehen schon immer bei der Ediscovery im Rampenlicht. Besonders durch die Analyse elektronischer Mails hat sich die Vorgehensweise bei einer Ediscovery in den letzten Jahren entscheidend verändert.

Fast die Hälfte aller Unternehmensdaten liegt in strukturierter Form vor
Heutzutage lassen sich die meisten Anwälte bei Rechtsstreitigkeiten oder kartellrechtlichen Angelegenheiten zumindest mehr oder weniger durch Technologien unterstützen. Aber eine andere Quelle von elektronischem Beweismaterial wird zunehmend wichtiger – strukturierte Daten.

Der Begriff „strukturierte Daten“ bezieht sich auf alle Daten, die sich bei einem Datensatz oder einer Datei in vorgegebenen Feldern befinden. Dazu gehören Daten in relationalen Datenbanken und Tabellenkalkulationen. Oft sind hier finanzielle oder betriebliche Informationen enthalten.
Von Data Warehouse Institute durchgeführte Forschungen haben ergeben, dass etwa 47 Prozent der Unternehmensdaten von Natur aus strukturiert sind, im Vergleich zu 31 Prozent unstrukturierter Daten. Die restlichen 22 Prozent werden als semi-strukturierte Daten klassifiziert.

Von strukturierte Daten zu wichtigen elektronischen Beweismitteln
Strukturierte Daten sind erfahrungsgemäß eine wertvolle Quelle zum Auffinden elektronischen Beweismaterials und nicht selten ist eine wahre Fundgrube an Informationen. Mit dem richtigen Werkzeug und Know-how ist es möglich, Trends, Muster und „rote Flaggen“, die im Rahmen einer internen Untersuchung oder eines proaktiven Compliance Audits genutzt werden können, zu erkennen.

Genauso wie Ediscovery-Tools die Analyse von E-Mails entscheidend verbessert haben, helfen Daten-Analyse-Tools dabei, strukturierte Daten in aussagekräftige elektronische Indizien umzuwandeln. Diese mit anerkannten forensischen Tools gesammelten „Beweise“ können für sich allein oder ergänzend zu unstrukturierten Daten, wie sie in E-Mails und Dokumenten vorkommen. Sie sind gerichtsverwertbar und finden bei Prozessen, bei Schlichtungen oder internen Untersuchungen Verwendung.

Hier können Sie mehr zu Kroll Ontrack Data Analytics erfahren.

123456 – Liste der meistgenutzten Passworte in Deutschland veröffentlicht

Jedes Jahr aufs Neue darf man sich die Augen reiben, wenn die meistgenutzten Passwörter veröffentlicht werden. Nun haben Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam eine Liste der zehn Passwörter herausgegeben, die in Deutschland am häufigsten benutzt werden – auf die bekannten Zahlenkombinationen 123456 und weitere wurde bewusst verzichtet.

Zur Analyse wurden rund 30 Millionen Nutzerkonten von .de-Domains, die aus 31 frei im Internet verfügbaren Datensammlungen aus geklauten Beständen stammen, herangezogen. Einige Passwörter sind erwartungsgemäß vertreten, manche erstaunen aber doch.

Platz eins der Hitliste ist einfach: „hallo“. Nicht originell, sicher gleich gar nicht.

Auf Platz zwei landete – noch weniger originell – „passwort“.

Platz drei gebührt der hervorragenden Wort-Zahl-Kombination „hallo123“.

Auf Platz vier – Tusch – überraschend der Fußballverein „schalke04“. Deutschland ist nun mal eine Fußballernation.

Platz fünf geht an die geniale Kombination „passwort1“.

Auf Platz sechs – beliebt wie immer – „qwertz“.

Platz sieben zeigt, dass in Deutschland die Schimpfkultur hochgehalten wird: „a…loch“. (Die Pünktchen hat der prüde Schreiber dieser Zeilen eingefügt. Als Passwort dient natürlich der korrekt ausgeschriebene Begriff.)

Bei Platz acht wird der Liebe gehuldigt. „schatz“ gehört zu den Lieblings(pass)wörtern der Deutschen.

Mit Platz neun ist die Geduld des Lesers gefordert: „hallo1“ ist nicht origineller als Platz eins.

Interessant ist der zehnte Platz. Hier geht es um die schönste Nebensache der Welt, die anscheinend vielen Menschen auch im Büroalltag immer wieder durch den Kopf geht: „f…cken“. Pünktchen: siehe oben.

Es erstaunt, dass in Zeiten, in denen so häufig von Datenklau und Identitätsdiebstahl geredet und geschrieben wird, die Top Ten der Passwörter auf einem Niveau sind, das schon vor Jahren weit überholt war. Man könnte meinen, dass vielen Computernutzern die Sicherheit ihrer Daten egal ist. Oder sind die Menschen – nicht nur die Deutschen – so borniert, dass sie glauben, mit solchen Passwörtern mehr oder weniger wichtige Informationen vernünftig abgesichert zu haben?

Die Antwort auf diese Frage weiß möglicherweise nur der Wind – und der verrät sie nicht.

Welche Daten befinden sich im Tape-Archiv und den Altdatenbeständen meines Unternehmens? – Teil 1

Für viele (… und wahrscheinlich sogar alle…) Unternehmen ist es notwendig, einen schnellen Zugriff auf Legacy-Tapes zu gewährleisten, aus externen oder internen Gründen. Da solche Anfragen nicht sehr oft passieren, ist die Aufrechterhaltung der notwendigen Ausrüstung ein kostspieliges und schwieriges Unterfangen. Zudem erfordert es spezielles Wissen, das Auswechseln defekter Teile, das Besorgen von alten Treibern, ständiges Reinigen und – nicht zuletzt – das Bezahlen hoher Lizenzgebühren.

Dennoch ist es oft unabdingbar, dass beispielsweise im Rahmen von internen Untersuchungen oder bei Verdacht auf Kartellverstoß auf Daten zugegriffen werden muss, die bereits seit mehreren Jahren im Archiv liegen. Wenn das Unternehmen weiß, wo sich welche Informationen befinden, kann es rechtzeitig reagieren, Schaden eindämmen und vielleicht sogar von einer Bußgeldminderung profitieren.

Im Fallbeispiel einer europäischen Investmentbank  sind deren Mitarbeiter nun in der Lage, wichtige Daten auf Legacy-Tapes, die aufgrund einer – gesetzlich oder regulatorisch notwendigen – Prüfung durch interne oder externe Ermittler benötigt werden, in wenigen Minuten zu identifizieren.

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20 Jahre Kroll Ontrack in Deutschland

20 Jahre Kroll Ontrack

Die deutsche Niederlassung von Kroll Ontrack wurde 1996 in Böblingen bei Stuttgart gegründet. Zu jener Zeit kamen gerade die ersten Festplatten im Gigabyte-Bereich auf den Markt und es gab kein Twitter, keine Cloud, keine Smartphones oder Tablets. Seitdem ist viel passiert und das Unternehmen, das sich als Marktführer im Bereich der Datenrettung weltweit einen Namen gemacht hat, hat sich an die sich ändernden Markterfordernisse angepasst. Die Gründung neuer Geschäftsbereiche wie Ediscovery und Computer Forensik, die Eröffnung eines Rechenzentrums in Frankfurt und die – teils prämierten – Technologielösungen aus der unternehmenseigenen Entwicklungsabteilung sind zukunftsweisend. Wie sich die Firma für die Zukunft positioniert, erklärt Peter Böhret, Managing Director (Geschäftsführer) der GmbH in Böblingen, Vice President Europe DST von Kroll Ontrack weltweit und gleichzeitig Mitarbeiter der ersten Stunde am deutschen Standort, im Interview.